Darf ein Fahrtenbuch als Auflage verhängt werden, wenn ein Rotlichtverstoß vorlag?

Ein Kfz-Fahrer hatte eine rote Ampel missachtet, die bereits länger als eine Sekunde die Farbe Rot angezeigt hatte.

Der Fahrzeughalter hatte im Rahmen der Anhörung mitgeteilt, zum Fahrer können keine Informationen gegeben werden.

Der Fahrzeughalter erhielt daraufhin die Auflage, für die Dauer von 12 Monaten ein Fahrtenbuch zu führen. Der Verwaltungsgerichtshof München hat bestätigt, dass das Führen eines Fahrtenbuches für die Dauer eines Jahres in diesem Fall verhältnismäßig ist, der Rotlichtverstoß wäre mit einer Geldbuße von 200,00 € und einem einmonatigen Fahrverbot sowie mit dem Eintrag von 4 Punkten beim Fahrer bewertet worden, sodass dagegen das Führen eines Fahrtenbuches für 12 Monate keine übermäßige Belastung darstellt (VGH München NJW 2011/326).