"P-Konto": Wichtige Information zu Ihrem Girokonto

Ab dem 1. Januar 2012 ändert sich die Rechtslage für Konten.

Bisher konnten Sie 14 Tage lang über eingegangene Sozialleistungen frei verfügen. Diese Möglichkeit fällt zum Jahreswechsel weg.

Kontopfändungsschutz gibt es dann nur noch für Pfändungsschutzkonten (P-Konto).

Auf einem P-Konto sind derzeit monatlich grundsätzlich 1.028,89 € vom Pfändungsschutz umfasst. Ab dem 01.07.2013 erhöht sich diese Pfändungsfreigrenze auf 1045,04 €.

Dieser Betrag erhöht für die Personen, die z.B. gegenüber Kindern oder Ehepartnern gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen haben. Weitere Erhöhungsmöglichkeiten bestehen wenn Sie laufende Geldleistungen für Körper- oder Gesundheitsschäden oder einmalige Sozialleistungen beziehen. Der Grundfreibetrag kann sich auch um Leistungen erhöhen, die Sie für Kinder erhalten, wie das Kindergeld.

Diese Erhöhungen müssen Sie gegenüber Ihrer Bank oder Sparkasse mit einer Bescheinigung nachweisen, die z.B. das Jobcenter oder der Arbeitgeber ausstellt.

Ein bestehendes Girokonto kann problemlos in ein P-Konto umgewandelt werden. Dieser Vorgang dauert nur wenige Tage. Dringend zu beachten ist allerdings, dass jede Person nur ein P-Konto führen darf.

Ein P-Konto kann auch nur auf einen Namen laufen, ein Gemeinschaftskonto z.B. für Ehepartner ist nicht möglich. In diesem Fall bietet es sich an, getrennte Girokonten zu errichten und diese dann jeweils in P-Konten umwandeln zu lassen.

Dass ein P-Konto besteht, hat keinerlei Auswirkungen auf eine Bonitätsprüfung z.B. durch die SCHUFA.

Wenn Sie von Pfändungen bedroht sind, empfiehlt es sich in jedem Fall, ein bestehendes Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln zu lassen, bzw. ein solches zu eröffnen.